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Die Kunst des Nicht-Tuns

Thema des Buches

„Nicht-Tun“ bezeichnet ein müheloses Geschehenlassen, ein Handeln, das frei von Anstrengung und Wollen ist. Als Wu-Wei spielt es in der Lehre vom Tao eine entscheidende Rolle, findet sich jedoch in vielen Methoden und Lebensbereichen. Auch wenn es in unserer von Wettbewerb geprägten Leistungsgesellschaft als eine exotische Idee erscheinen mag, erweist sich das Nicht-Tun bei genauerem Hinschauen als ein besonders effizienter, natürlicher und wahrhaft ganzheitlicher Weg des Lernens und Handelns.

„Die Kraft des Nicht-Tuns“ verdeutlicht anhand von kurzen Geschichten, Lebensläufen und Erlebnisberichten die unterschiedlichsten Facetten des Nicht-Tuns. Es ist ein Sachbuch, das den Leser anregt, durch eine bewusste innere Ausrichtung, selbst mit dem Nicht-Tun zu experimentieren - wann und wo immer er möchte. Das Buch will ins eigene Erleben führen.

Dem Thema gemäß wird in der Darstellung eine Art Mittelweg beschritten. Statt eine einzelne Methode vorzustellen oder eine eingehende Analyse des Nicht-Tuns vorzunehmen, wird ein Bild des Nicht-Tuns entworfen, das durch Beispiele und Geschichten immer farbiger, vielschichtiger und lebendiger wird. Statt als Ratgeber Handlungsschritte vorzugeben, versetzt es den Leser in die Lage, selbst Möglichkeiten aufzuspüren, wie er Nicht-Tun in sein Leben bringen kann.

Durch die sehr unterschiedlichen Beispiele und Geschichten wird das Gemeinsame in all den vorgestellten Methoden und Wegen erkennbar. Dies Gemeinsame ist das durch Analyse nicht leicht zu begreifende Nicht-Tun. Indem der Leser die in jeder Geschichte enthaltene Essenz erfasst und sein Verständnis durch kleine Übungen vertieft, öffnet sich vor ihm der Weg des Nicht-Tuns, der allen vorgestellten Methoden und Herangehensweisen zugrunde liegt.

Inhalt und Kapitelübersicht

Vorwort und Einleitung vermitteln eine Übersicht und Einordnung. Dadurch wird deutlich, warum Nicht-Tun etwas anderes ist als Nichts-Tun. Dann folgen die ersten Geschichten:

I Ursprung: die Lehre vom Tao

Zwei alte chinesische Legenden – eine berichtet von Laotse, die andere von einem Holzschnitzer – sowie zahlreiche Stellen aus dem Tao-Te-King beschreiben die innere Einstellung eines Weisen des Tao, der im Nicht-Tun handelt.

Das Ende jedes Kapitels bildet eine Art vertiefender Übungsteil. Der Leser wird mehrfach zum meditativen Innehalten eingeladen. Zwischen diesen kleinen Zäsuren finden sich:

II Uralte Wege: Zen und der Weg des Buddhas

Die Legende von Siddhathas Erwachen sowie der Bericht Eugen Herrigels über seinen Unterricht im Bogenschießen beleuchten den Zen-Weg des Nicht-Tuns.

III Der Geist wirkt durch den Körper: Alexander-Technik und der Weg des Künstlers

Die Geschichte von der Alexanders Entdeckung, ein Beispiel aus der Bildhauerei sowie die Schilderung eigener Erlebnisse am Klavier verdeutlichen die Bedeutung des Innehaltens.

IV Unerwartet: Flow in Sport und Musik

Zehn kurze Erlebnisberichte aus dem Sport lassen, zusammen mit den vom Entdecker des „Flow“-Begriffs gesammelten Kriterien, erkennen, dass sich selbst im Sport manchmal von „Nicht-Tun“ sprechen lässt.

V Der Weg des Kreativen: „Entfaltung“ des Menschen und Raum für Einfälle

Die Lebens- und Wirkungsgeschichte Heinrich Jacobys, der die herkömmlichen Begriffe von „begabt“ oder „musikalisch“ in Frage stellt und einen Weg zur umfassenden Entfaltung des Menschen und seiner Kreativität aufzeigt, steht neben Berichten von kreativen Schaffensprozessen bei Künstlern und Naturwissenschaftlern.

VI Ursachenforschung: Neurofeedback, Naturwissenschaften und Mystik

Während die Methode des Neurofeedback dabei helfen kann, das eigene Wollen, Bemühen und Zielstreben zu erkennen, veranlassen neuste Ergebnisse der Bewusstseinsforschung immer mehr Naturwissenschaftler dazu, das alte mechanistische Weltbild zu hinterfragen. Das so entstehende neue Weltbild erlaubt es, das Nicht-Tun in einem sehr umfassenden Sinne zu verstehen.

VII Fingerzeige des Lebens: Zufall oder Synchronizität?

Versteht man Nicht-Tun in einem sehr umfassenden Sinne, so gehört auch das Auftreten von Synchronizitäten dazu. Berichte und Erlebnisse von C.G. Jung, der diesen Begriff prägte, und dem Physiknobelpreisträger Pauli verdeutlichen, was es mit diesem merkwürdigen Phänomen auf sich hat. Besonders eindrückliche Synchronizitäten finden sich in der Lebensgeschichte von Joseph Jaworski – einem Rechtsanwalt, der in seinem Buch eigene Erfahrungen mit dem Thema beschreibt.

VIII Weckruf des Lebens: Wege der Heilung

Der Filmemacher Clemens Kuby und der Chiropraktiker Joe Dispenza machen eine auffallend ähnliche Erfahrung: Nach einem schweren Unfall erleben sie eine ans Wunderbare grenzende Genesung. Beide durchlaufen einen ähnlichen inneren Prozess. Ihren Unfall begreifen sie als eine Art Weckruf des Lebens.

IX Das Leben verwandelt: Plötzlich erleuchtet

Eckhart Tolle und Byron Katie erleben auf einem Weg des Leidens eine tiefgreifende, innere Transformation. Ihr Leiden führt sie in einen Zustand hellwacher Präsenz.

X Die Kunst der Hingabe: Surrender als Weg

Die Erlebnisse von Michael Singer, einem “akademischen Hippie“ und späteren Multimillionär, zeigen, wie kraftvoll der Weg der widerstandslosen Hingabe ist und welch überraschende Resultate er bereithält.

XI Eine alltägliche Geschichte: Das Ungewöhnliche im Gewöhnlichen

Die fiktive Geschichte einer jungen Familie, die zwar erfunden, aber keineswegs „frei“ erfunden ist, zeigt beispielhaft, auf welch vielfältige Weise das Nicht-Tun unseren Alltag in ein spannendes Experimentierfeld verwandeln kann.

Ausklang: Innehalten und Surrender

Im „Ausklang“ wird die innere Einstellung, die das Nicht-Tun fördert, noch einmal zusammenfassend dargestellt und beleuchtet.

Übersicht: Landkarte des Nicht-Tuns

Die Hauptkapitel und ihre Essenzen sind als Flusslandschaft anschaulich dargestellt.

Nachwort

Obgleich es keine einfachen Handlungsanweisungen geben kann, denn Nicht-Tun lässt sich eben nicht durch ein Tun erreichen, so gibt es doch viele Möglichkeiten das eigene Leben durch Nicht-Tun zu bereichern: Vorschläge und Übersicht.